Sebastian Schwab
Komponist | Dirigent

Sebastian Schwab wurde 1993 in München geboren. Im Alter von fünf Jahren begann er zu komponieren und erhielt seinen ersten Geigenunterricht.

Schwab dirigierte u.a. das Berner Symphonieorchester, das Münchener Kammerorchester, die Münchner Symphoniker, das Musikkollegium Winterthur, die Staatsphilharmonie Nürnberg, die Stuttgarter Philharmoniker und den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn bei Konzerten und Opern - und Tanzproduktionen wie "The turn of the screw", "Le sacre du printemps", "Humanoid" (Konzert Theater Bern), "Der fliegende Holländer" (Opernfestspiele Heidenheim) oder "The sweat of the sun" (Münchener Biennale). Derzeit ist er Stipendiat des Deutschen Dirigentenforums, Assistent von Kevin John Edusei bei den Münchner Symphonikern, und ab der Spielzeit 2019/20 Assistent des GMD Cornelius Meister an der Staatsoper Stuttgart.

Schwabs kompositorisches Schaffen umfasst mehr als fünfzig Werke für Soloinstrumente, kammermusikalische Besetzungen, Gesang mit Klavier und Ensemble, Chor und Orchester. Prägend für seine kompositorische Denkweise war die Begegnung mit dem griechischen Komponisten Mikis Theodorakis in Athen. Schwab bearbeitete im Auftrag des Schott-Verlags dreizehn Melodien des Griechen für Gesang und Klavier, wobei er den Klavierpart, die Harmonieführung und die Form der Lieder neu gestaltete. Diese Zusammenarbeit wurde 2015 bei Schott/Wergo unter dem Titel "Echowand" als Notenmaterial und CD (Johanna Krumin, Sopran; Markus Zugehör, Klavier) veröffentlicht und in der internationalen Presse durchweg positiv rezensiert: so erhielt der Tonträger den "supersonic award" der Musikzeitschrift "pizzicato". Schwab wurde 2013 für dieses Projekt mit dem "Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München" ausgezeichnet. Schwabs Werke wurden u.a. bei der Eröffnung des israelischen Generalkonsulats München, den Opernfestspielen Heidenheim, der Siemens Musikstiftung, dem "aDevantgarde-Festival" München, dem "Impuls-Festival" Sachsen-Anhalt und im Konfuzius-Institut Hamburg von Ensembles wie der Magdeburgischen Philharmonie oder dem UniChor München aufgeführt. 2014 erschienen zwei geistliche Chormotetten beim Helbling Verlag als Notenmaterial und als CD ("Vesperae beatae virginis Mariae"; Bayerischer Landesjugendchor unter Prof. Gerd Guglhör). Derzeit komponiert er für das Berner Symphonieorchester und das Philharmonische Orchester Trier.

Ab 2007 studierte Schwab – zunächst als Jungstudent – Komposition bei Prof. Kay Westermann und später bei Prof. Jan Müller-Wieland und Violine bei Prof. Olga Bloch-Voitova an der HfMT München. Privater Kompositionsunterricht bei Jörg Widmann, das Dirigierstudium bei Prof. Bruno Weil und Violinkurse u.a. bei Zakhar Bron und Detlef Hahn bereicherten seine Ausbildung. Derzeit studiert er Orchesterdirigieren bei Prof. Marcus Bosch, Prof. Georg Fritzsch und Prof. Alexander Liebreich und Musiktheorie/Gehörbildung bei Prof. Stefan Rohringer in München.