Sebastian Schwab
Dirigent | Komponist

Portrait

Der Bund, 02.11.2018, Marianne Mühlemann

"Wir haben Tränen in den Augen, als wir uns das erste Mal die Hand schütteln. Auf der Treppe vor dem Stadttheater weht an diesem Nachmittag ein eisiger Wind. Sebastian Schwab scheint die garstige Temperatur nichts auszumachen. Er strahlt eine Heiterkeit aus, dass einem warm ums Herz wird. [...] "

https://www.derbund.ch/kultur/klassik/ich-lasse-mich-treiben/story/14973491

Premiere/Uraufführung der Kinderoper "Moses' Entscheidung"

Schwäbische Post, 15.06.2018, Dagmar Ottersdorf

"Mit der Uraufführung von "Moses' Entscheidung" zeigt die Junge Oper Heidenheim erneut eine Eigenproduktion, die auf das Gesamtkonzept der Opernfestspiele zugeschnitten ist. Die stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Zuflucht" [...]. Dass die Kinder sich eine Stunde lang fürstlich amüsieren, liegt aber nicht nur am stimmigen und auch für Erwachsene witzigen Libretto von Kai Weßler und der stets passend die Geschichte verstärkenden Musik von Sebastian Schwab."

Heidenheimer Zeitung, 15.06.2018, Manfred F. Kubiak

"Womit wir bei der Musik von Sebastian Schwab angelanngt wären, die zum einen furios vorgetragen wird von dem mit Klavier und Geige gleich zwei Instrumente ins Feld führenden jungen Komponisten selber und seinem kongenialen Schlagwerker Fabian Kawohl, und die zum anderen in ihrer rythmisch interessant vertrackten Mischung aus gegenwärtiger Musiksprache, Orientalistik und verfremdet-salopp zitierter historischer Information sehr zu gefallen weiß. Das hat nicht nur Anspruch, das unterhält auch."

Uraufführung der Motette "Jesu meine Freude", Haag i. Oberbayern

Chiemgau-Zeitung, 14.06.2018, Ute Fischbach-Kirchgraber

"Dass diese wundervolle Welt der mehrstimmigen Chormusik nicht nur der Vergangenheit angehört, dafür sorgte eine von Sebastian Schwab, Jahrgang 1993, komponierte Kantate für Soli, Chor und Continuo "Jesu meine Freude". Nicht so reduziert wie der derzeit wohl bekannteste Kirchenmusiker Arvo Pärt, sondern voll ins Musikalische hineingreifend wie sein Kompositionslehrer Jörg Widmann, folgt er ganz dem Bach'schen Kosmos, aber modern interpretiert. Da brausen dumpfe Töne wie eine Welle durch den Chor, werden Passagen in rasantem Tempo von einem Sänger zum nächsten Kanon-artig verschoben, darf der Sopran auch mal schrill klingen, erzeugen rauf und runter gehende monomane Töne ein Kraftfeld, bis das Werk leise aushaucht."

Echowand Projekt

supersonic award des Magazins Pizzicato, 24.07.2015

"‘Echowand’ ist das letzte Wort des letzten der dreizehn hier eingespielten Lieder, und wie eine solche Wand Töne, Klänge, Gesänge widerspiegelt und verändert, bis nur mehr der Kern noch nachhallt, so hat Sebastian Schwab, erst 22 Jahre alt, die Quintessenz der dreizehn von ihm bearbeiteten Lieder von Theodorakis bewahrt, sie in ein neues Gewand gesteckt, fernab aller Tradition, die heute als ‘griechisch’ angesehen wird, mit Bouzouki-Klang oder Sirtaki-Tanz.

Eigentlich hat Schwab die Wurzeln der kompositorischen Arbeit von Theodorakis zurückverfolgt bis in die Pariser Jahre von 1954 bis 1959, als er Schüler von Olivier Messiaen war und sich mit den neuesten Musikströmungen auseinandersetzen musste, die er teils angenommen, teils verworfen hat. Etwas davon aber ist immer geblieben, und Schwab hat es nun bloßgelegt und mit seiner eigenen Sensibilität versehen.

Das dürfte für Theodorakis selbst, der die Proben miterlebt hat, eine große Freude gewesen sein, ansonsten er dazu nicht geschrieben hätte: « Seine Demut, meine Melodien nicht zu verändern, berührt mich, denn er hätte alles Mögliche mit ihnen anstellen und ihnen damit ihre Seele nehmen können. Aber es ist meine Musik geblieben. Ich stelle überrascht fest, wie ich sie auf einmal so höre, als sei sie von mir komponiert worden, um von Sebastian in das Gewand der Atonalität gebracht zu werden. Sebastian hat meine Lieder auf magische Weise wiedergeboren. »

Es handelt sich tatsächlich um eine Wieder-Geburt: die Lieder haben einen neuen ‘Körper’ bekommen und eine neue ‘Seele’: So darf man wohl sagen,. Dies bestätigt auch der ‘Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis’, den Schwab 2013 für seine Theodorakis-Bearbeitungen erhalten hat. [...]

Es wird wohl keine interessantere und aktuellere Auseinandersetzung mit Theodorakis’ Liedschaffen geben, als die hier vorliegende, aufnahmetechnisch exzellente Wergo-CD des Schott-Verlags, des Verlags von Theodorakis selbst. In der Tat hat das einzigartige schöpferische Werk des nun 90-Jährigen griechischen Meisters ein neues Gewand erhalten und ist zu einer neuen Herausforderung geworden.

Durch ihre Außergewöhnlichkeit verdient sie gerechterweise unser ‘Supersonic’.

Dem Komponisten komme das Schlusswort zu: « Ich finde es erstaunlich und es macht mich glücklich, dass ich in meinem 90. Lebensjahr meine Musik als eine so junge erleben kann, die eher risikofreudig ist, als sich auf all ihrem Wissen auszuruhen. »

With Sebastian Schwab’s outstanding makeover the Theodorakis songs get a totally new look. The performances are extraordinary too, so that this production deserves highest praise."